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Wenn Fledermäuse es schaffen, ganze Bauvorhaben zu torpedieren oder die Ankunft von Störchen im Frühjahr vielerorts eine Meldung in der Tageszeitung wert ist – so darf es doch eine kurze Galerie über einen kleinen Eisvogel in unserem Ort erst recht wert sein --- oder? Mit großen Schlagzeilen, die meist nichts Gutes verheißen, werden wir nahezu tagtäglich konfrontiert; da sei es gestattet, ein paar Worte zu verlieren über die kleinen Dinge des Lebens, das scheinbar „Unscheinbare“, das uns jedoch die Herzen öffnet.

 

In Kürze:

Der Eisvogel eignet sich hervorragend als Indikator für gesunde Gewässer, darum ist er in stark bevölkerten, industrialisierten Regionen eine ausgesprochene Seltenheit.

 

Der europäische Gesamtbestand wird auf etwa 120.000 Brutpaare geschätzt; davon brüten immerhin 4.500 bis 7.000 in Deutschland. In weiten Teilen Europas ist schon seit längerem ein Rückgang festzustellen, so dass der Eisvogel mittlerweile in den Roten Listen Deutschlands, der Niederlande, Luxemburgs, der Schweiz, Tschechiens und Österreichs verzeichnet ist. Bei uns befindet er sich auf der sogenannten Vorwarnliste.

(Quelle: www.nabu.de)

 

„Dieser Vogel ist der schönste in unseren Himmelsgegenden, und es gibt keinen in Europa, den man an Reinheit, Reichtum und Glanz der Farben mit dem Eisvogel vergleichen könnte: die Farben haben die Schattierungen des Regenbogens, den Glanz des Schmelzes, die Pracht der Seide: Der ganze mittlere Rücken mit dem oberen Schwanz hat ein helles und glänzendes Blau, das gegen die Sonnenstrahlen wie ein Saphir spielt und den Glanz des Türkis hat; das Grüne vermischt sich auf den Flügeln mit dem Blau, und die meisten Federn haben eine meergrüne Spitze und Punkte; der Kopf und der Hals sind ebenso punktiert, mit helleren Flecken auf einem himmelblauen Grunde.“

So beschrieb der französische Naturforscher Georges Louis Leclerc de Buffon vor rund 250 Jahren den Eisvogel.

 

Zu den wenigen, die das Glück haben, einen Eisvogel in freier Natur zu beobachten, können derzeit durchaus auch unsere Leppersdorfer gehören, wenn sie mit Geduld und Ausdauer am Dorfteich, entlang dem Lauf der Kleinen Röder – oder, wie in diesem konkreten Falle von Kathleen Magnus, am Wohnzimmerfenster sitzen - und den kleinen Zaungast bei seinen regelmäßigen Besuchen beobachten und fotografieren können.

 

Irgendwann Mitte November, so erzählt uns Kathleen, habe sie ihn zum ersten Male gesehen. Im Dezember kam es zu einer nahen Begegnung: Mit dem Enkel habe sie auf der Röderbrücke Fische im Bach beobachtet - da kam er unter der Brücke hervorgeflogen … so wunderschön anzusehen. Der Beginn einer Leidenschaft: den kleinen Gesellen zu beobachten, auf Bildern festzuhalten. Es braucht viel Geduld, viel Zeit – aber es zahlt sich aus. Die Begegnungen sind seitdem regelmäßig.

 

Ob der kleine Bursche hier nur ein vorübergehendes Winterquartier gefunden oder sich doch dauerhaft hier niedergelassen hat (und unser Leppersdorf damit für seine intakte Natur und gesunden Gewässer adelt), das wissen wir nicht, und das bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist es ein Anlass, aufmerksam und mit offenen Augen durch unseren Ort zu gehen, um vielleicht einen Blick auf den seltenen Gesellen zu erhaschen.

 

Ein winziges Stück heile Welt, faszinierend und hinreißend. Ein kleiner Moment der Begeisterung und der Achtsamkeit gegenüber der Natur. Danke, liebe Kathleen, dass Du diese Momente mit uns teilst.

 

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Simple Image Gallery Extended

 

Die außergewöhnliche Begegnung wurde von Kathleen Magnus festgehalten. Wer immer das Glück hat, diesen seltenen Moment mit dem Eisvogel festzuhalten, darf gern dazu beitragen, diese Bildergalerie weiter zu vervollständigen. Bitte nutzt dazu unser Kontaktformular.

  

 

 

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