Marie Reiners

Frauen, die Bärbel heißen

Roman

 

Verlag Fischer Scherz

Erscheinungsdatum: März 2018 (2. Auflage)

368 Seiten

 

Inhalt:

 

Im beschaulichen Moorhusen am Schleswig-Holsteiner Nord-Ostseekanal wird der Pfarrer brutal erschlagen. Sein Sohn, der BKA-Beamte Leif Falkner, findet seinen sterbenden Vater zu spät. Falkner ist schockiert, denn er hatte seinen Vater 25 Jahre lang nicht gesehen.

 
Bärbel Böttcher ist Tierpräparatorin, 54 Jahre alt, Single und Besitzerin eines lebenden Hundes. Als sie auf ihrer täglichen Gassitour im Wald den bekannten Schauspieler Ansgar Wonnemuth tot auffindet, ruft sie pflichtgemäß die Polizei. Doch kurz nachdem sie von der Wache zurück zu Hause ist, taucht Ansgars Ehefrau Valerie bei ihr auf, erheischt mit großen Bambiaugen ihr Mitleid – und setzt sie mit einem Elektroschocker außer Gefecht. Von da an überschlagen sich die Ereignisse in Bärbels Leben, die bisher doch nur in Ruhe ihre Shoppingkanäle schauen wollte.

 

Fazit: 

 

„Frauen, die Bärbel heißen“ ist ein wundervoll skurriler, rasant geschriebener Roman von Marie Reiners, die eigentlich Drehbücher für TV-Krimis schreibt und unter anderem die Erfinderin der schrullig-schrägen ZDF-Erfolgsserie „Mord mit Aussicht“ ist. Die Geschichte von der zurückgezogen lebenden Bärbel, die unversehens in ein Mordkomplott hineingezogen wird, entwickelt sich schnell zu einem übermütigen, von schwarzem Humor durchzogenen Trip, in dem es an originellen Einfällen nicht mangelt. Marie Reiners sagt selbst dazu, dass die Figuren zwar ihrer Fantasie entsprungen sind, jedoch meist entfernte Ähnlichkeiten mit echten Bekannten von ihr haben. Wer sich also über „Mord mit Aussicht“ amüsieren konnte, wird auch bei „Frauen, die Bärbel heißen“ schmunzeln – und sich schon bald einen zweiten Band mit Bärbel und Bambi wünschen.

 

Sowohl eine Geschichte über Freundschaft als auch ein Krimi mit ordentlich schwarzem Humor: skurril, frisch, voller Esprit, originell und manchmal ein bisschen böse.

 

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